Geschichte des Kinos

"TRADITION IST NICHT DAS HALTEN DER ASCHE SONDERN DAS WEITERGEBEN DER FLAMME."
Thomas Morus

Die „Gronauer Lichtspiele", ein Kino mit dem Flair der 50er Jahre gibt es seit 1919. Im Laufe der Zeit wurden sie immer wieder den Ansprüchen an Sicherheit, Technik und Sitzkomfort angepasst. Seit dem 1. April 2001 betreibt der KulturKreis Gronau e.V. dank finanzieller Unterstützung der Stadt Gronau das Kino mit Kleinkunstbühne als soziokulturelles Zentrum.

Der Charakter der Gronauer Lichtspiele, geprägt durch die grundlegende Renovierung im Jahr 1954, ist trotz weiterer Renovierungen – zuletzt 2017 - bis heute erhalten. Heute bietet das Kino 126 Besuchern Platz, verfügt über eine Dolby-Surround-Tonanlage, Bühnenlicht und seit 2014 über digitale Projektionstechnik.

Neben aktuellen Kinofilmen für Kinder und Erwachsene werden besondere Filme, wie Filmklassiker gezeigt und teilweise mit einem reizvollem Beiprogramm, angeboten wie z.B. einer Filmeinführung, Live-Musik oder schmackhaften Köstlichkeiten. Belohnt wird das vielseitige Kinoprogramm seit 2001 mit dem Niedersächsischen Jahresfilmprogrammpreis.

Das abwechslungsreiche Bühnenprogramm reicht von Musikveranstaltungen über Lesungen bis hin zu Comedy und Kabarett.

Mit einem Blick auf die Chronik können Sie sehen, wie sich das Kino entwickelt hat.

02.02.1919

Eröffnungsvorstellung durch Herrn Schütte als Wanderschauspieler

01.01.1921

Kauf des Grundstückes durch Reinhold Fricke

01.08.1922

Regelmäßige Kinovorführung durch Reinhold Fricke sen.

12.12.1931

Erster Tonfilm „Der Greifer“ mit Hans Albers

12.01.1932

Übernahme des „Haus Hohenzollern“ und des Kinos durch Reinhold Fricke jun. und Ehefrau Else

1933 / 1934

Einführung des Tonfilms mit neuer Vorführmaschine „Bauer M 7“ Standard und Klangfilm Tonanlage

16.01.1943

Erster Farbfilm „Frauen sind doch bessere Diplomaten“ mit Marika Röck

April 1945

Entwendung der gesamten technischen Anlage durch amerikanische Besatzungstruppen

August 1949

Nach Währungsreform Neukauf der notwendigen Teile für die Vorführanlage. Neben regulären Kinobetrieb Nutzung des Saals für Tanzveranstaltungen, Betriebsfeste, Hochzeiten usw.

September 1949

Renovierung des Kinos

1.10.1949

Wiedereröffnung durch Hans Fricke

April 1952

Anschaffung neuer Vorführmaschinen vom Typ „Frieseke & Hoepfner 66“

März-April 1954

Renovierung und Vergrößerung des Saales auf 450 Plätze, Anbau des Vorraumes, Erneuerung der Ton-und Lichtanlage sowie der Bestuhlung, Umbau der Vorführmaschinen und Leinwand für Cinema-Scope-Filme

April 1959

Erneuerung der Vorführmaschinen Typ „Bauer B 11“

Juni 1993

Verkürzung des Kinosaales und Reduzierung der Plätze auf 165

01.04.2001

Übernahme des Betriebes durch den KulturKreis Gronau e.V., Einbau einer Kleinkunstbühne mit entsprechender Ton- und Lichttechnik sowie eines Beamers, Reduzierung der Plätze auf 156

Sommer 2006

Einbau einer DOLBY-Surround-Anlage, Erfüllung umfangreicher Brandschutzauflagen

01.04.2011

Jubiläumsfeier anlässlich des 10 jährigen Betriebs der Gronauer Lichtspiele durch den KulturKreis Gronau e.V.

Ende 2014

Installierung digitaler Vorführtechnik nach DCI-Norm, Verbesserung der Tonanlage um weiterhin aktuelle Filme vorführen zu können

Sommer 2017

Sanierung des Kinos: Erneuerung der Bestuhlung, des Bodens und der Elektrik,Stabilisierung der Decke, Umbau der Toiletten